Pasta Salsiccia Original Rezept – Authentisch italienisch wie in der Trattoria!
Es war an einem verregneten Abend in Rom, als ich in einer kleinen Trattoria abseits der Touristenpfade das erste Mal Pasta Salsiccia probierte. Der Duft von gebratener Wurst, Knoblauch und Tomate – ich wusste sofort: Das ist Liebe auf den ersten Bissen! Seitdem versuche ich, dieses Gericht zu Hause nachzukochen. Nach unzähligen Versuchen und einem langen Gespräch mit der Nonna meiner italienischen Freundin habe ich es endlich geschafft.
Pasta Salsiccia ist eines dieser Gerichte, die so viel mehr sind als die Summe ihrer Teile. Die richtige Salsiccia, die perfekte Zubereitung und ein paar geheime Handgriffe machen den Unterschied zwischen “ganz nett” und “Mama mia, fantastico!”
In diesem Artikel zeige ich dir nicht nur das authentische Rezept, sondern auch alles, was du über Salsiccia wissen musst – denn die Wurst ist der Star dieses Gerichts!
Das Original-Rezept: Pasta Salsiccia

Pasta Salsiccia Original Rezept – Authentisch italienisch wie in der Trattoria!
Equipment
- Standmixer
- Hochleistungs-Mixer für extra feine Tomatensaucen
- Kräuter-Frischebox für Basilikum mit längerer Haltbarkeit
- Digitales Küchenthermometer
Ingredients
- 400 g Salsiccia frisch vom italienischen Metzger oder Feinkostladen
- 400 g passierte Tomaten oder Dosentomaten
- 3 Knoblauchzehen
- 1 kleine Zwiebel
- 150 ml trockener Weißwein optional, aber empfohlen!
- 3 EL Olivenöl Extra Vergine, bitte!
- 1 TL Fenchelsamen optional, verstärkt das Salsiccia-Aroma
- Chiliflocken nach Geschmack
- Salz, schwarzer Pfeffer
- Frisches Basilikum
- Pecorino oder Parmesan zum Servieren
Schritt-für-Schritt-Anleitung

1Salsiccia vorbereiten
Das ist der wichtigste Schritt, und hier machen viele den ersten Fehler!
- Haut entfernen: Schneide die Salsiccia der Länge nach mit einem scharfen Messer ein
- Ziehe die Haut vorsichtig ab – sie löst sich meist ganz einfach
- Das Fleisch mit den Händen in grobe Stücke zerteilen (wie grobes Hackfleisch)
Profi-Tipp: Die Haut lässt sich leichter abziehen, wenn die Salsiccia ein bisschen kühlschrankkalt ist. Zu kalt? Dann kurz bei Zimmertemperatur antauen lassen.
Alternative Methode: Manche Köche drücken die Wurst einfach aus der Haut wie aus einer Tube – funktioniert auch!
2Zwiebel und Knoblauch vorbereiten
Während du die Salsiccia vorbereitest, kannst du schon mal schnippeln:
- Zwiebel: Fein würfeln (nicht zu grob!)
- Knoblauch: In dünne Scheiben schneiden (nicht hacken – die Scheiben geben beim Braten ein besseres Aroma)
Alles bereit? Dann geht’s ans Braten!
3Salsiccia anbraten
Jetzt wird’s aromatisch!
- Eine große Pfanne (am besten eine schwere, gusseiserne) auf mittlerer bis hoher Hitze erhitzen
- 2 EL Olivenöl hineingeben
- Die Salsiccia-Stücke in die Pfanne geben
- Wichtig: Jetzt NICHT bewegen! Lass die Wurst 3-4 Minuten in Ruhe braten
- Erst wenn die Unterseite schön braun ist, mit einem Holzlöffel zerteilen und wenden
- Weiter braten, bis die Salsiccia rundherum gebräunt und durchgegart ist (ca. 8-10 Minuten insgesamt)
Woran erkennst du, dass sie fertig ist?
- Die Wurst ist überall gebräunt, teilweise leicht kross
- Kein rosa Fleisch mehr sichtbar
- Es hat sich viel Fett und Bratfond am Pfannenboden gebildet (das ist Gold wert!)
🇮🇹 Nonnas Geheimnis: Italienische Köche lassen die Salsiccia bewusst etwas karamellisieren – diese dunklen, fast verbrannten Stückchen nennt man “fondi” und sie sind der Geschmacksträger! Also keine Angst vor etwas mehr Bräunung.
4Soffritto machen (Zwiebel & Knoblauch)
Das Soffritto ist die aromatische Basis jeder guten italienischen Soße:
- Hitze auf mittel reduzieren
- Zwiebel in die Pfanne zur Salsiccia geben
- 3-4 Minuten glasig dünsten, dabei gelegentlich umrühren
- Knoblauchscheiben hinzufügen
- Optional: Fenchelsamen dazugeben
- Weitere 1-2 Minuten braten, bis der Knoblauch duftet (aber nicht braun wird!)
Der Duft in deiner Küche sollte jetzt bereits fantastisch sein!
Achtung: Knoblauch wird schnell bitter, wenn er zu dunkel wird! Sobald er zu bräunen beginnt, sofort mit Wein ablöschen (nächster Schritt).
5Mit Wein ablöschen (optional aber genial)
Dieser Schritt ist optional, aber er macht den Unterschied zwischen “gut” und “grandios”:
- Weißwein in die Pfanne gießen
- Die Hitze auf hoch stellen
- Mit einem Holzlöffel den Pfannenboden abkratzen (deglaçieren) – all die leckeren braunen Reste lösen sich und werden Teil der Soße!
- Den Wein 2-3 Minuten köcheln lassen, bis der Alkohol verdampft ist und sich die Menge halbiert hat
Kein Wein zur Hand? Nimm ersatzweise Gemüsebrühe oder lass diesen Schritt einfach weg – auch ohne Wein wird’s lecker!
6Tomaten hinzufügen und köcheln
Jetzt kommt die Tomatensoße ins Spiel:
Hier findest du einen weiteren Artikel, in dem wir die Tomatensoße ausführlich erklären und auf verschiedene Techniken eingehen. —https://www.originalrezept.com/pasta-mit-tomaten-sahne-sose-der-ultimative-guide-fur-die-perfekte-cremigkeit/
- Passierte Tomaten in die Pfanne gießen
- Wenn du Dosentomaten verwendest: Mit einer Gabel in der Pfanne zerdrücken
- Alles gut umrühren
- Mit Salz, Pfeffer und Chiliflocken würzen
- Aufkochen lassen, dann Hitze reduzieren
- 15-20 Minuten sanft köcheln lassen – die Soße sollte leicht blubbern, aber nicht wild kochen
Während die Soße köchelt:
- Gelegentlich umrühren
- Die Soße sollte eindicken und die Farbe intensivieren
- Schmecke zwischendurch ab und würze nach
Konsistenz-Tipp: Die Soße sollte cremig sein, aber noch gut fließen. Zu dick? Füge etwas Nudelwasser hinzu. Zu dünn? Lass sie noch ein paar Minuten einkochen.
7Pasta kochen
Während die Soße köchelt, kümmerst du dich um die Pasta:
- Einen großen Topf mit reichlich Wasser zum Kochen bringen
- Großzügig salzen (das Wasser sollte schmecken wie Meerwasser!)
- Pasta hineingeben und 2 Minuten kürzer kochen als auf der Packung angegeben
Warum kürzer? Die Pasta wird in der Soße fertig garen – das ist das Geheimnis perfekt al dente Pasta!
🇮🇹 Die italienische Methode: Niemals Öl ins Nudelwasser! Das verhindert, dass die Soße an der Pasta haftet. Und niemals abschrecken – die Stärke auf der Pasta-Oberfläche ist wichtig für die Bindung mit der Soße.
8Pasta und Soße vereinen (Mantecare)
Das ist der finale, wichtigste Schritt – hier entscheidet sich, ob deine Pasta gut oder FANTASTISCH wird:
- Schöpfe 1 Tasse Nudelwasser ab (ca. 200ml) – stelle sie beiseite
- Pasta mit einer Zange oder Schaumlöffel direkt aus dem Topf in die Soße geben (das anhaftende Wasser ist gewollt!)
- Hitze auf mittel-hoch
- Jetzt kommt der magische Moment: Schwenke die Pfanne energisch (oder rühre kräftig), während du nach und nach etwas Nudelwasser hinzugibst
- Die Pasta sollte 2-3 Minuten in der Soße weiterköcheln
- Dabei immer wieder schwenken – die Soße wird cremig und umhüllt jede einzelne Nudel
Woran erkennst du, dass es perfekt ist?
- Die Soße haftet an der Pasta, ist aber nicht trocken
- Wenn du die Pfanne schwenkst, bewegt sich die Pasta wie eine Einheit
- Die Soße ist cremig, sämig – nicht wässrig!
- Die Pasta ist al dente (leichter Biss in der Mitte)
Der Italiener nennt das “Mantecare”: Das ist die Technik, Pasta und Soße so zu vermischen, dass eine cremige Emulsion entsteht. Das Nudelwasser (mit seiner Stärke) ist dabei der Schlüssel!
9Servieren und genießen!
Fast geschafft – jetzt kommt der schönste Teil:
- Vom Herd nehmen
- Frisches Basilikum grob zupfen und unterrühren
- Ein letzter Schluck bestes Olivenöl über die Pasta träufeln
- Auf vorgewärmten Tellern anrichten
Zum Servieren:
- Großzügig mit frisch geriebenem Pecorino Romano oder Parmigiano Reggiano bestreuen
- Ein paar frische Basilikumblätter als Garnitur
- Optional: Ein Hauch Chiliflocken für die Scharfen unter uns
- Etwas frisch gemahlener schwarzer Pfeffer
🇮🇹 Servieren auf Italienisch: Italiener servieren Pasta immer auf vorgewärmten Tellern (kurz in den warmen Ofen oder mit heißem Wasser ausspülen). Kalte Teller lassen die Soße zu schnell abkühlen und dick werden!
Was ist Salsiccia überhaupt?
Bevor wir kochen, lass uns über die Hauptzutat sprechen. Salsiccia (sprich: sal-SEET-cha) ist nicht einfach nur eine italienische Wurst – sie ist DIE italienische Wurst schlechthin!
Was macht Salsiccia so besonders?
Salsiccia ist eine frische, grobe italienische Bratwurst aus Schweinefleisch, die traditionell mit Salz, Pfeffer, Fenchelsamen und manchmal Knoblauch gewürzt wird. Anders als deutsche Bratwurst hat sie einen charakteristischen, leicht süßlichen Fenchelgeschmack.
Die wichtigsten Merkmale:
- Grobe Struktur: Das Fleisch ist grob gewolft, nicht fein püriert
- Fenchelaroma: Das typische Gewürz, das man sofort erkennt
- Frische Wurst: Nicht geräuchert, nicht vorgekocht – roh und frisch!
- Naturdarm: Meist in dünnem, essbarem Schweinedarm
- Ringform: Oft als lange Kette oder Ring verkauft
Unterschied zwischen Salsiccia und deutscher Bratwurst
Viele denken: “Ist doch nur Bratwurst!” – aber nein, die Unterschiede sind deutlich:
| Salsiccia | Deutsche Bratwurst | |
|---|---|---|
| Gewürze | Fenchel, Knoblauch, Chili | Majoran, Piment, Muskat |
| Fleisch | Grob gewolft | Meist feiner |
| Verwendung | Oft ohne Haut gekocht | Immer mit Haut gegrillt |
| Geschmack | Würzig, leicht süßlich | Kräftig, herzhaft |
🇮🇹 Authentisches Wissen: In Italien gibt es hunderte Salsiccia-Varianten! Jede Region hat ihre eigene: Salsiccia di Bra aus dem Piemont (ohne Fenchel), Salsiccia Luganega aus der Lombardei (mit Knoblauch), Salsiccia Calabrese (scharf mit Peperoncino). Für Pasta verwendet man meist die klassische “Salsiccia dolce” (mild) oder “Salsiccia piccante” (scharf).
Kann man die Haut von Salsiccia mitessen?
Das ist DIE Frage, die mir am häufigsten gestellt wird!
Ja, die Haut ist essbar! Salsiccia wird in natürlichem Schweinedarm hergestellt, der komplett essbar ist. ABER: Für Pasta Salsiccia entfernen wir die Haut meistens!
Warum die Haut entfernen?
- Das Fleisch kann sich besser mit der Soße verbinden
- Es entsteht eine schön krümelige Konsistenz
- Die Gewürze verteilen sich besser
- So machen es die Italiener traditionell bei Pasta-Gerichten
Wann die Haut dranlassen?
- Beim Grillen (sonst zerfällt die Wurst)
- Beim Braten am Stück
- Als Beilage zu Polenta oder Bohnen
Kann man Salsiccia roh essen?
Nein, auf keinen Fall! Salsiccia ist eine Rohwurst, die immer durchgebraten werden muss. Sie ist nicht wie Salami oder Parmaschinken, die luftgetrocknet sind.
Wichtig: Salsiccia muss immer komplett durchgegart werden! Das Fleisch sollte innen nicht mehr rosa sein. Rohes Schweinefleisch kann gesundheitsgefährlich sein.
Varianten & Anpassungen
Pasta Salsiccia e Panna (mit Sahne)
Eine cremigere Version, die bei meiner Familie der absolute Hit ist:
- Nach dem Köcheln der Tomatensoße 100ml Sahne unterrühren
- Noch 3-4 Minuten köcheln lassen
- Optional: Eine Handvoll Blattspinat hinzufügen
Pasta Salsiccia e Funghi (mit Pilzen)
Für Pilzliebhaber:
- 250g Champignons oder gemischte Pilze in Scheiben schneiden
- Nach dem Braten der Salsiccia zusammen mit den Zwiebeln anbraten
- Dann wie gewohnt weiter verfahren
Pasta Salsiccia Piccante (scharf)
Für Schärfe-Fans:
- Verwende scharfe Salsiccia (Salsiccia piccante oder calabrese)
- Füge mehr Chiliflocken oder frische Peperoncini hinzu
- Ein Spritzer ‘Nduja (scharfe, streichfähige Wurst) macht’s noch intensiver
Mit Gemüse
Um es etwas leichter und bunter zu machen:
- Paprika, Zucchini oder Aubergine in Würfel schneiden
- Mit den Zwiebeln zusammen anbraten
- Besonders lecker: Blattspinat oder Rucola ganz zum Schluss unterrühren
Welche Pasta passt am besten zu Salsiccia?
Die Wahl der Pasta ist wichtiger, als du denkst! Für Salsiccia-Soße eignen sich am besten kurze, geriffelte Pasta:
Top 5 Pasta-Sorten für Salsiccia:
- Rigatoni – die Klassiker! Die Rillen fangen die Soße perfekt auf
- Penne Rigate – schräg geschnitten, halten die Wurst-Stückchen
- Orecchiette – die “kleinen Öhrchen” sind wie Schälchen für die Soße
- Casarecce – gedrehte Pasta, die Soße hält fantastisch
- Paccheri – große Röhren, sehr sättigend und spektakulär auf dem Teller
Warum keine langen Nudeln? Bei Salsiccia-Soße mit Fleischstückchen sind kurze Pasta praktischer – du bekommst in jedem Bissen Pasta UND Wurst. Mit Spaghetti rutscht die Wurst immer runter!
Wo kaufe ich gute Salsiccia?
Das ist die Frage, die den Unterschied macht! Hier meine Empfehlungen:
Beste Bezugsquellen:
- Italienischer Metzger: Die allerbeste Wahl! Oft haben sie hausgemachte Salsiccia
- Feinkostläden: Meist gute Qualität, oft vom Importeur
- Gut sortierte Supermärkte: Edeka, Rewe haben manchmal italienische Salsiccia im Sortiment (Kühlregal, nicht Wurst-Theke!)
- Online: Es gibt spezialisierte Online-Shops für italienische Lebensmittel
- Italienische Lebensmittelgeschäfte: In größeren Städten gibt’s oft kleine italienische Läden
Worauf beim Kauf achten?
- Frisch, nicht geräuchert! Salsiccia ist eine Rohwurst, sollte rosa/rötlich sein
- Mit Fenchelgeschmack: Das ist das typische Merkmal
- Grobkörnige Struktur: Du solltest die Fleischstückchen sehen können
- Im Naturdarm: Meist als lange Kette verkauft
- Haltbarkeit beachten: Frische Wurst hält sich nur wenige Tage im Kühlschrank
Kann man Salsiccia durch etwas ersetzen?
Wenn du absolut keine Salsiccia findest (kommt vor in ländlichen Gegenden), hier Alternativen:
- Italienische grobe Bratwurst: Funktioniert, aber Fenchel fehlt (kann man nachträglich hinzufügen)
- Lukanische Wurst: Ähnlich wie Salsiccia, manchmal ohne Fenchel
- Selbermachen: 500g grobes Schweinehackfleisch + 1 TL Fenchelsamen + Knoblauch + Salz + Pfeffer – funktioniert erstaunlich gut!
- Notfalls: Grobe italienische Bratwurst + 1 TL Fenchelsamen zur Soße
Nicht verwenden: Deutsche Bratwurst (falsches Gewürz-Profil), Chorizo (zu rauchig, spanisch), Merguez (zu scharf, nordafrikanisch). Die würden den typischen Geschmack komplett verändern!
Tipps für die perfekte Pasta Salsiccia
Die Salsiccia richtig braten
- Nicht zu früh bewegen: Erst anbraten lassen, dann zerteilen
- Hohe Hitze am Anfang: Für schöne Röstaromen
- Komplett durchgaren: Kein rosa Fleisch mehr!
- Das Fett nicht wegschütten: Es trägt den Geschmack!
Die Soße perfektionieren
- Gute Tomaten verwenden: San Marzano sind ideal, aber jede passierte Tomate in guter Qualität funktioniert
- Zeit zum Köcheln: Mindestens 15 Minuten – Soße braucht Zeit!
- Abschmecken: Taste dich langsam an die Würze ran – nachsalzen geht immer, entsalzen nicht!
- Frische Kräuter: Basilikum am Ende dazu – nicht mitkochen, sonst wird’s bitter
Das Timing
- Soße zuerst starten: Sie braucht länger als die Pasta
- Pasta kurz vorm Servieren kochen: Wartet nicht gerne!
- Nudelwasser bereithalten: Immer etwas mehr als zu wenig – zum Verdünnen
- Warm servieren: Pasta wird schnell kalt – also Teller vorwärmen!
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Kann man Salsiccia im Backofen machen statt in der Pfanne?
Ja, absolut! Das ist sogar eine hervorragende Methode, besonders wenn du die Wurst ganz (mit Haut) zubereiten möchtest.
Salsiccia im Ofen (ganz, mit Haut):
Ofen auf 180°C Ober-/Unterhitze vorheizen
Salsiccia auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen
Mit etwas Olivenöl beträufeln
25-30 Minuten backen, nach 15 Minuten wenden
Die Wurst sollte rundherum gebräunt sein und beim Einstechen klarer Saft austreten
Für Pasta Salsiccia:
Wenn du sie für Pasta verwendest, würde ich trotzdem empfehlen, sie in der Pfanne zu braten – aus zwei Gründen:
Die Haut wird entfernt, damit sich das Fleisch mit der Soße verbinden kann
Die Röstaromen (der “fond” am Pfannenboden) werden Teil der Soße – das ist pures Gold!
Kompromiss: Du könntest die Salsiccia im Ofen vorbraten (20 Min), dann Haut entfernen, zerkrümeln und in der Pfanne mit der Tomatensoße fertig machen. Aber ehrlich? Der Aufwand lohnt sich nicht – direkt in der Pfanne ist einfacher und schmeckt besser!
Wie bereitet man Salsiccia zu, wenn man sie nicht für Pasta verwendet?
Salsiccia ist unglaublich vielseitig! Hier sind meine liebsten Zubereitungsarten:
1. Gegrillt (mit Haut):
Grill auf mittlere Hitze (ca. 180°C)
Salsiccia ganz lassen, Haut nicht entfernen!
Etwa 3-4 Mal mit einer Gabel einstechen (verhindert Platzen)
10-15 Minuten grillen, dabei mehrmals wenden
Perfekt zu gegrilltem Gemüse oder als Hot Dog-Alternative!
2. Gebraten in der Pfanne (mit Haut):
Pfanne auf mittlere Hitze, etwas Olivenöl
Salsiccia einstechen (sonst platzt sie)
12-15 Minuten braten, häufig wenden
Klassisch zu Polenta, weißen Bohnen oder Linsen
3. Im Tomateneintopf:
Salsiccia in 3-4cm Stücke schneiden (mit Haut!)
In Tomatensoße mit weißen Bohnen schmoren
30 Minuten köcheln lassen – comfort food pur!
4. Auf Pizza:
Haut entfernen, Fleisch zerkrümeln
Kurz anbraten (muss nicht komplett durch sein, gart ja auf der Pizza weiter)
Als Belag auf Pizza verteilen – besser als Salami!
5. In Ragù/Bolognese:
Haut entfernen, mit Rinderhackfleisch mischen
Gibt der klassischen Bolognese einen besonderen Twist
Der Fenchel harmoniert toll mit Tomaten!
Ist Salsiccia gesund oder eher ungesund?
Die ehrliche Antwort: Salsiccia ist lecker, aber kein Diät-Food! Schauen wir uns die Fakten an:
Nährwerte von Salsiccia (pro 100g):
Kalorien: ca. 300-350 kcal
Fett: 25-30g (davon viel gesättigtes Fett)
Eiweiß: 15-18g
Salz: relativ hoch (ca. 2-3g)
Kann man Pasta Salsiccia vorbereiten und aufwärmen?
Ja – mit Einschränkungen! Pasta aufzuwärmen ist immer etwas tricky, aber es geht:
Die Soße vorbereiten (empfohlen!):
Die Salsiccia-Tomatensoße lässt sich hervorragend vorbereiten und ist sogar am nächsten Tag besser!
Vorbereitung: Soße wie beschrieben zubereiten, aber ohne Pasta
Aufbewahrung: Im Kühlschrank bis zu 4 Tage, eingefroren bis zu 3 Monate
Beim Servieren: Soße aufwärmen, frische Pasta kochen, zusammen schwenken
Mein persönliches Fazit
Pasta Salsiccia ist für mich viel mehr als nur ein Rezept – es ist eine Erinnerung an laue Sommerabende in Italien, an das Lachen meiner italienischen Freunde und an die Gewissheit, dass gutes Essen Menschen zusammenbringt.
Was ich an diesem Gericht besonders liebe:
- Es ist unkompliziert: Keine exotischen Zutaten, keine komplizierten Techniken – nur gute Produkte und etwas Zeit
- Es schmeckt authentisch: Mit dem richtigen Salsiccia schmeckt es wie in einer italienischen Trattoria
- Es macht jeden glücklich: Ich habe noch niemanden getroffen, der Pasta Salsiccia nicht mochte
- Es ist vielseitig: Mit Sahne, mit Pilzen, scharf oder mild – es gibt so viele Varianten!
Meine wichtigsten Learnings nach Jahren des Kochens:
- Die Qualität der Salsiccia entscheidet: Investiere in gute Wurst vom italienischen Metzger – es lohnt sich!
- Geduld beim Braten: Lass die Salsiccia in Ruhe karamellisieren – die Röstaromen sind Gold wert
- Nudelwasser ist magisch: Nutze es, um Pasta und Soße zu vermählen
- Serviere sofort: Pasta wartet nicht – wenn sie fertig ist, muss sie auf den Tisch!
Heute steht Pasta Salsiccia bei uns mindestens einmal im Monat auf dem Tisch. Meine Kinder lieben sie (ich lasse die Chiliflocken weg), mein Mann schwärmt vom Fenchelgeschmack, und ich genieße die Einfachheit und Perfektion dieses Gerichts.

