Nudeln mit Tofu – Knuspriger Tofu trifft auf perfekt gewürzte Nudeln
Lange Zeit stand ich ratlos vor einem Tofu-Block und fragte mich: Wie zur Hölle macht man daraus etwas Leckeres? Die Wahrheit ist – Tofu kann fantastisch schmecken, wenn man weiß, wie man ihn richtig zubereitet. Und in Kombination mit Nudeln mit Tofu wird er zu einem echten Highlight!
Ich gebe es zu: Mein erster Versuch mit Tofu-Nudeln war eine Katastrophe. Der Tofu war schwammig, geschmacklos und irgendwie… traurig. Bis mir eine Freundin, die jahrelang in Japan gelebt hat, die entscheidenden Tricks verraten hat. Seitdem ist dieses Gericht ein absoluter Favorit bei uns zu Hause.
In diesem Artikel zeige ich dir Schritt für Schritt, wie du knusprigen, aromatischen Tofu zubereitest und ihn mit Nudeln zu einem Gericht kombinierst, das selbst überzeugte Fleischesser begeistert. Versprochen!
Was du über Nudel mit Tofu wissen solltest
Tofu ist nicht gleich Tofu! Für Nudelgerichte funktioniert fester Naturtofu (oder “extra firm tofu”) am besten. Seidentofu ist zu weich und würde beim Braten zerfallen.
Der größte Fehler, den die meisten machen? Sie braten den Tofu direkt aus der Packung. Das Ergebnis: matschig und geschmacklos. Der Grund ist simpel – Tofu ist vollgesogen mit Wasser. Und Wasser in der Pfanne = kein knuspriger Tofu.
Der wichtigste Tipp überhaupt: Tofu muss entwässert werden! Das ist der Unterschied zwischen “Bäh, was ist das?” und “Wow, kann ich noch eine Portion haben?”
Das Grundrezept: Nudeln mit knusprigem Tofu für 2 Personen
Zutaten:
Für den Tofu:

Nudeln mit Tofu – Knuspriger Tofu trifft auf perfekt gewürzte Nudeln
Ingredients
- 200 g fester Naturtofu
- 2 EL Sojasauce
- 1 EL Sesamöl
- 1 TL Maisstärke
- Pflanzenöl zum Braten
Für die Nudeln:

Nudeln
Ingredients
- 250 g Nudeln Ramen, Udon oder Soba
- 2 Knoblauchzehen
- 1 Stück Ingwer 2cm
- Gemüse nach Wahl
- 3 EL Sojasauce
- 1 EL Sesamöl
- Chili, Frühlingszwiebeln, Sesamn
Schritt-für-Schritt-Anleitung: So gelingt’s garantiert!

1Tofu entwässern und pressen
Nimm den Tofu aus der Verpackung und wickle ihn in ein sauberes Küchentuch oder Küchenrolle. Lege ihn auf ein Schneidebrett und stelle etwas Schweres darauf – einen Topf mit Wasserflaschen zum Beispiel.
Wie lange? Mindestens 15-20 Minuten, besser 30 Minuten. Je länger, desto knuspriger wird er später!
Profi-Trick: Wenn du richtig viel Zeit hast, presse den Tofu eine Stunde oder wickle ihn in Küchenpapier, lege ihn auf einen Teller und stelle ihn für 2-3 Stunden in den Kühlschrank. Das Ergebnis ist phänomenal knusprig!
2Tofu marinieren
Schneide den gepressten Tofu in mundgerechte Würfel (ca. 2cm). In einer Schüssel vermischst du:
- 2 EL Sojasauce
- 1 EL Sesamöl
- 1 TL Maisstärke (macht ihn extra knusprig!)
- Optional: 1 TL Ahornsirup oder Agavendicksaft für eine leichte Süße
Gib die Tofu-Würfel dazu und wende sie vorsichtig, bis alle Seiten bedeckt sind.
Wie lange marinieren? Mindestens 10 Minuten, gerne auch 30 Minuten oder länger. Je länger er mariniert, desto intensiver der Geschmack.
Zeitsparer-Tipp: Du kannst Tofu auch morgens pressen und marinieren, dann im Kühlschrank aufbewahren und abends braten. So zieht die Marinade richtig gut ein!
3Tofu knusprig braten
Jetzt kommt der entscheidende Moment! Erhitze eine beschichtete Pfanne mit reichlich Pflanzenöl (2-3 EL) auf mittlerer bis hoher Hitze.
Die goldene Regel beim Tofu-Braten:
- Warte, bis die Pfanne wirklich heiß ist – teste mit einem Tofu-Würfel, er sollte sofort brutzeln
- Lege die Tofu-Würfel mit etwas Abstand in die Pfanne (nicht überfüllen!)
- Jetzt kommt der schwierigste Teil: NICHT BEWEGEN! Lass den Tofu 3-4 Minuten in Ruhe braten, bis die Unterseite goldbraun ist
- Wende vorsichtig und brate die anderen Seiten ebenfalls goldbraun
- Gesamtzeit: 10-12 Minuten für perfekt knusprigen Tofu
Nimm den fertigen Tofu aus der Pfanne und lege ihn auf Küchenpapier. Er wird draußen noch knuspriger!
4Nudeln kochen und Gemüse vorbereiten
Während der Tofu brät, kannst du die Nudeln kochen. Befolge die Packungsanweisung – wichtig: Nudeln für asiatische Gerichte sollten eher al dente sein!
Welche Nudeln?
- Ramen-Nudeln: Klassisch und schnell (3-4 Minuten)
- Udon-Nudeln: Dick und sättigend (8-10 Minuten)
- Soba-Nudeln: Aus Buchweizen, nussig im Geschmack (5-6 Minuten)
- Glasnudeln: Leicht und bekömmlich (5 Minuten in heißem Wasser)
- Normale Spaghetti: Funktioniert auch super!
Gemüse deiner Wahl schneiden:
- Paprika in Streifen
- Pak Choi oder Spinat (Blattgemüse kommt ganz zum Schluss)
- Zucchini in Scheiben
- Frühlingszwiebeln in Ringe
- Brokkoli in Röschen
5Alles zusammenbringen
Jetzt wird’s richtig gut! In der gleichen Pfanne (oder einem Wok), in der du den Tofu gebraten hast:
- Erhitze 1 EL Sesamöl
- Brate gehackten Knoblauch (2 Zehen) und Ingwer (2cm, fein gehackt) für 30 Sekunden an – bis es duftet
- Gib das härtere Gemüse (Paprika, Brokkoli, Zucchini) hinzu, brate 3-4 Minuten
- Füge die gekochten Nudeln hinzu
- Gib 3 EL Sojasauce, 1 EL Sesamöl und optional einen Schuss Reiswein oder etwas Gemüsebrühe dazu
- Werfe den knusprigen Tofu wieder mit rein (vorsichtig, damit er nicht zerbricht!)
- Blattgemüse ganz zum Schluss zugeben, nur kurz zusammenfallen lassen
- Alles gut vermengen – fertig!
Würz-Tipp: Schmecke ab! Je nach Sojasauce (manche sind salziger) brauchst du eventuell noch etwas Würze. Ich gebe gerne noch einen Spritzer Limette oder etwas Sriracha für Schärfe dazu.
Tofu richtig würzen – So wird er zum Geschmackserlebnis
Das Geheimnis von leckerem Tofu ist die Marinade. Tofu selbst schmeckt neutral – das ist seine Superkraft! Er nimmt jeden Geschmack auf, den du ihm gibst.
Asiatisch-würzige Marinade (mein Favorit):
- 3 EL Sojasauce
- 1 EL Sesamöl
- 1 EL Reisessig
- 1 TL Ahornsirup
- 1 TL geriebener Ingwer
- 1 Knoblauchzehe, gepresst
- 1 Prise Chiliflocken
Mediterrane Marinade:
- 3 EL Olivenöl
- Saft einer halben Zitrone
- 2 TL italienische Kräuter
- 1 Knoblauchzehe
- Salz, Pfeffer
Teriyaki-Marinade (süß-salzig):
- 3 EL Sojasauce
- 2 EL Mirin (süßer Reiswein)
- 1 EL Zucker oder Honig
- 1 TL geriebener Ingwer
Würzmythos aufgeklärt: Manche Leute kochen Tofu in Salzwasser, um ihm Geschmack zu geben. Das funktioniert kaum! Tofu nimmt Geschmack besser über Marinaden oder durch Braten mit Gewürzen auf.
Tofu vorkochen – Muss das sein?
Nein, du musst Tofu nicht vorher kochen! Bei festem Naturtofu kannst du ihn direkt nach dem Pressen und Marinieren braten.
Wann sollte man Tofu kochen?
- Wenn du Seidentofu für Suppen verwendest
- Wenn du möchtest, dass er noch mehr Wasser verliert (5 Minuten in Salzwasser köcheln lassen)
- Für manche asiatische Rezepte, wo er in Brühe gekocht wird
Aber ehrlich? Für knusprigen Tofu mit Nudeln ist das Kochen nicht nötig. Pressen und marinieren reicht völlig aus!
Was passt am besten zu Tofu-Nudeln?
Die Schönheit dieses Gerichts ist seine Vielseitigkeit! Hier sind meine Lieblingskombinationen:
Klassisch asiatisch:
- Pak Choi und Shiitake-Pilze
- Edamame-Bohnen
- Geröstete Erdnüsse und Sesam als Topping
- Ein Spritzer Limette
Mediterran (ja, das geht!):
- Cherrytomaten und Zucchini
- Frisches Basilikum
- Geröstete Pinienkerne
- Ein Schuss Balsamico
Scharf & würzig:
- Viel Knoblauch und Chili
- Kimchi als Beilage
- Frühlingszwiebeln
- Sriracha-Mayo als Topping
Für maximale Sättigung:
- Cashewnüsse
- Geröstete Erdnüsse
- Ein pochiertes Ei obendrauf
- Extra Tofu (warum nicht?)
Ist Tofu gesund? Die ehrliche Antwort
Ja, Tofu ist gesund – aber wie bei allem kommt’s auf die Zubereitung an!
Die Vorteile:
- Protein-Bombe: 100g Tofu enthalten etwa 8-15g Protein (je nach Sorte)
- Wenig Kalorien: Etwa 70-120 Kalorien pro 100g
- Keine Laktose, kein Cholesterin
- Reich an Eisen und Calcium (besonders wenn mit Calcium-Sulfat hergestellt)
- Enthält alle essentiellen Aminosäuren
Aber Achtung: Wenn du den Tofu in viel Öl brätst, wird’s natürlich kalorienreicher. Eine Portion Tofu-Nudeln (wie in diesem Rezept) hat etwa 450-550 Kalorien – das ist völlig okay für eine Hauptmahlzeit!
Für die kalorienbewussten: Du kannst Tofu auch im Ofen “braten”! Bei 200°C für 25-30 Minuten, nach 15 Minuten wenden. Mit wenig Öl besprühen und gut würzen. Nicht ganz so knusprig wie aus der Pfanne, aber deutlich fettärmer!
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Muss man Tofu vor dem Kochen marinieren?
Nein, du musst nicht – aber du solltest! Tofu schmeckt von Natur aus neutral. Ohne Marinade oder Würzung bleibt er langweilig. Minimum 10-15 Minuten marinieren macht einen riesigen Unterschied. Ideal sind 30 Minuten bis mehrere Stunden im Kühlschrank. Je länger die Marinade einziehen kann, desto intensiver wird der Geschmack.
Schnelle Alternative: Wenn’s schnell gehen muss, würze den Tofu direkt beim Braten mit Sojasauce, Knoblauch und Gewürzen in der Pfanne. Das funktioniert auch, ist aber nicht ganz so aromatisch.
Kann man Tofu einfach so essen, ohne ihn zu braten?
Theoretisch ja – Tofu ist bereits gekocht und kann roh gegessen werden. Praktisch? Ich würde es nicht empfehlen, zumindest nicht für Anfänger!
Roher Tofu schmeckt sehr neutral und hat eine schwammige Textur, die viele Menschen als unangenehm empfinden. Ausnahmen:
- Seidentofu in Suppen: Wird oft roh in heiße Miso-Suppe gegeben
- Marinierter Tofu: Gut marinierter Tofu kann kalt gegessen werden (z.B. im Salat)
- In Smoothies: Seidentofu als cremige Proteinquelle
Aber für Nudelgerichte? Definitiv braten! Der Geschmack und die Textur sind um Welten besser.
Welcher Tofu eignet sich am besten zum Braten?
Fester Naturtofu (oft auch “Extra Firm” oder “Fest” beschriftet) ist die beste Wahl zum Braten. Er hält seine Form, wird schön knusprig und zerfällt nicht.
Die verschiedenen Tofu-Sorten im Überblick:
- Seidentofu (Silken Tofu): Sehr weich, für Suppen, Desserts, Smoothies – NICHT zum Braten!
- Weicher Tofu (Soft): Für Suppen und sanfte Gerichte – schwierig zu braten
- Fester Tofu (Firm): Perfekt zum Braten, Grillen, Marinieren
- Extra fester Tofu (Extra Firm): Beste Wahl für super knusprigen Tofu
- Geräucherter Tofu: Schon gewürzt, braucht weniger Marinade, sehr lecker!
Mein Tipp für Einsteiger: Probier zuerst geräucherten Tofu! Der hat schon Geschmack und eine festere Textur. Viele Tofu-Skeptiker lieben geräucherten Tofu!
Wie bekommt man Tofu richtig knusprig?
Knuspriger Tofu ist eine Wissenschaft – aber eine, die jeder lernen kann! Hier die wichtigsten Faktoren:
1. Entwässerung ist alles!
Mindestens 20 Minuten pressen. Je trockener, desto knuspriger. Das ist der wichtigste Schritt – niemals überspringen!
2. Maisstärke ist dein Freund
Wende die marinierten Tofu-Würfel in Maisstärke oder Speisestärke. Das erzeugt eine knusprige Kruste beim Braten.
3. Genug Öl verwenden
Tofu braucht Fett zum Knusprigwerden. 2-3 EL Öl in der Pfanne sind Minimum. Zu wenig Öl = klebriger Tofu.
4. Hohe Hitze + Geduld
Die Pfanne muss richtig heiß sein. Dann: NICHT BEWEGEN! Lass jede Seite 3-4 Minuten braten, bis sie goldbraun ist.
5. Nicht überfüllen
Genug Platz zwischen den Tofu-Würfeln lassen. Sonst dämpfen sie statt zu braten.
Bonus-Trick – die Ofen-Methode:
Tofu-Würfel mit Öl und Maisstärke in einer Schüssel wenden, auf einem mit Backpapier ausgelegten Blech verteilen, bei 200°C (Umluft) 25-30 Minuten backen, nach 15 Minuten wenden. Weniger Arbeit, sehr knusprig!
Mein persönliches Fazit
Nudeln mit Tofu sind eines dieser Gerichte, die ich früher unterschätzt habe – und heute mindestens einmal pro Woche koche. Warum? Es ist schnell, vielseitig, gesund und unfassbar lecker!
Der Schlüssel liegt in der richtigen Vorbereitung: Tofu pressen, gut marinieren, knusprig braten. Diese drei Schritte machen den Unterschied zwischen “meh” und “wow”.
Mittlerweile ist es bei uns zur Tradition geworden: Donnerstags gibt’s Tofu-Nudeln. Jede Woche variiere ich die Marinade oder das Gemüse, sodass es nie langweilig wird. Meine Tochter, die früher die Nase über Tofu gerümpft hat, fragt jetzt aktiv danach!
Meine wichtigsten Erkenntnisse nach Jahren Tofu-Experimenten:
- Investiere Zeit ins Pressen – es lohnt sich!
- Sei nicht schüchtern mit Gewürzen – Tofu verträgt viel!
- Knoblauch und Ingwer sind deine besten Freunde
- Eine gute Sojasauce macht den Unterschied
- Hab Geduld beim Braten – nicht zu früh wenden!

